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Wie wählt man Transformatoren für dezentrale PV-Kraftwerke aus?

2026-02-02 13:36:28
Wie wählt man Transformatoren für dezentrale PV-Kraftwerke aus?

Abstimmung der Transformatorleistung auf die dezentrale PV-Erzeugung

Auslegung der kVA-Leistung basierend auf der Wechselstromausgabe des Wechselrichters, der Gleichstrom-Überdimensionierung und der Variabilität der Einstrahlung

Die Auswahl des richtigen Transformators beginnt damit, die maximale Wechselstromausgabe des Wechselrichters zu betrachten – beispielsweise etwa 100 kW. Die meisten Konstruktionen berücksichtigen Gleichstrom-Überdimensionierungsverhältnisse zwischen 1,2× und 1,5×, da Solaranlagen häufig Strahlungsspitzen erleben, die über die von Standardtests prognostizierten Werte hinausgehen. Betrachten Sie beispielsweise eine typische Anlage mit einem 150-kWp-Gleichstrom-Array, das an einen 100-kW-Wechselrichter angeschlossen ist. Ein Transformator mit einer Nennleistung von mindestens 125 kVA ist hier sinnvoll, um gelegentliche Clipping-Ereignisse zu bewältigen, bei denen die Erzeugung vorübergehend die Leistungsgrenze überschreitet. Mehrere technische Faktoren sind dabei zu berücksichtigen: Zunächst ist zu prüfen, wie lange der Wechselrichter Überlastbedingungen verkraften kann – üblicherweise etwa 110–120 % für bis zu einer Stunde. Anschließend sind lokale Wetterbedingungen zu berücksichtigen: In Wüstengebieten treten im Vergleich zu Küstenregionen deutlich stärkere Tages-Nacht-Schwankungen der Einstrahlung auf, wo das Sonnenlicht im Tagesverlauf gleichmäßiger bleibt. Nicht vergessen werden darf zudem der Leistungsabfall der Module: Diese verlieren jährlich etwa 0,5 % ihrer Effizienz – was tatsächlich dazu beiträgt, die Belastung der nachgeschalteten Komponenten zu verringern, da sich Harmonische und Wärmeentwicklung im Laufe der Zeit weniger stark aufbauen.

Thermische Leistungsreduzierung und Lastfaktor-Analyse für Dachanlagen

Die Umgebungstemperaturen auf Dächern überschreiten oft 40 Grad Celsius, wodurch die Transformatorleistung um rund 15 bis 20 Prozent sinkt, sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die meisten kommerziellen Photovoltaikanlagen arbeiten ohnehin mit einem Lastfaktor von weniger als 60 Prozent; daher besteht Spielraum für eine gezielte, intelligente Leistungsanpassung, insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung effizienter thermischer Management-Methoden. Gebläsegestützte Luftkühlung bewährt sich gut, ebenso nicht brennbare Isolierung gemäß IEEE-C57.96-Norm sowie regelmäßige Temperaturüberwachung während des Betriebs. Auch standortspezifische Gegebenheiten spielen eine große Rolle: Transformatoren, die in geschlossenen Räumen oder Bereichen mit schlechter Lüftung installiert sind, benötigen möglicherweise Basisleistungen, die bis zu 25 Prozent höher liegen als bei Außenaufstellungen mit besserem Luftstrom. Sowohl ASHRAE als auch IEEE haben thermische Modellierungsrichtlinien veröffentlicht, die diesen Ansatz stützen.

Trockentransformatoren vs. ölgefüllte Transformatoren: Sicherheit, Effizienz und Standortgeeignetheit

Brandschutz, Lüftung und Einschränkungen für die Innenaufstellung auf städtischen und gewerblichen Dächern

Für städtische und gewerbliche Solaranlagen auf Dächern sind Trockentransformatoren dank ihrer nicht brennbaren Konstruktionsmerkmale zur bevorzugten Wahl geworden. Diese verfügen üblicherweise über vakuumdruckimprägnierte Wicklungen aus Epoxidharz, wodurch sie deutlich sicherer als herkömmliche ölgefüllte Modelle sind. Ölgekühlte Systeme bringen zahlreiche Probleme mit sich – etwa brennbares Kühlmedium, potenzielle Leckagen sowie die Notwendigkeit spezieller Infrastruktur wie explosionsgeschützter Schächte, zusätzlicher Auffangmaßnahmen und geeigneter Lüftungssysteme. Trockentransformatoren können direkt innerhalb von Gebäuden installiert werden – beispielsweise an Standorten mit begrenztem Platzangebot und strengen Sicherheitsvorschriften, etwa in Aufzugsschächten, Parkgaragen oder auf gemeinschaftlich genutzten Dächern mehrerer Mieter. Städte wie New York und Tokio verweisen in ihren neuesten Brandschutzvorschriften für derartige Anlagen mittlerweile ausdrücklich auf Trockentransformatoren, da diese bei Betriebsstörungen in der Regel von selbst erlöschen.

Einhaltung der Effizienzanforderungen (DOE 2016, IEC 60076-20) und Auswirkungen auf die Lebenszykluskosten

Moderne Trockentransformatoren erfüllen heute jene zentralen Effizienzstandards, die durch Vorschriften wie DOE 2016 und IEC 60076-20 für die Oberschwingungstoleranz festgelegt sind. Einige der besten Modelle erreichen im Betrieb bei Leistungen zwischen 500 und 2500 kVA sogar eine Effizienz von rund 99,3 %. Früher besaßen ölgefüllte Transformatoren einen leichten Vorteil hinsichtlich der Effizienz bei Nennlast. Heute jedoch sind Trockentransformatoren langfristig wirtschaftlicher – insbesondere bei Solarstromanlagen, die über verschiedene Standorte verteilt sind. Solche Systeme erfordern keine regelmäßige Wartung wie Ölprüfungen, Ölfilterung oder den Umgang mit gefährlichen Flüssigkeiten, die ordnungsgemäß entsorgt werden müssen. Über einen Zeitraum von etwa 25 Jahren sparen Unternehmen dadurch rund 20 bis sogar 30 Prozent der Betriebskosten – trotz eines um ca. 15 % höheren Anschaffungspreises. Das Fazit lautet: bessere Kapitalrendite und deutlich einfachere Vermögensverwaltung langfristig.

Sicherstellung der Netzkonformität mit harmonischenlastgerechten Transformatoren

Einhaltung der THD-Grenzwerte gemäß IEEE 1547-2018 mithilfe von K-Faktor- und harmoniemindernden Transformatorausführungen

Die von Wechselrichtern in Solaranlagen erzeugte Leistung verursacht Oberschwingungsverzerrungen, die häufig den vom IEEE 1547-2018 festgelegten Grenzwert für die gesamte Oberschwingungsverzerrung (THD) von 5 % an den Anschlusspunkten überschreiten. Um dieses Problem zu lösen, kommen spezielle Transformatoren – sogenannte Oberschwingungsfilter – zum Einsatz, deren Wicklungen phasenverschoben angeordnet sind, um maßgebliche Oberschwingungen wie die fünfte und siebte Ordnung zu eliminieren. Gleichzeitig werden Transformatoren mit K-Faktor-Bewertungen von K4 bis K20 gezielt so konstruiert, dass sie die durch Oberschwingungen verursachte Wärme aushalten, ohne ihre Isolationsschichten zu beschädigen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um herkömmliche Transformatoren: Normale Modelle altern deutlich schneller bei nichtlinearen Lasten, während diese spezialisierten Varianten selbst bei normalen Solarbeträgen kühl bleiben und die geltenden Vorschriften einhalten. Thermografische Untersuchungen in realen Installationen zeigen, dass diese optimierten Transformatoren bei vergleichbaren verzerrten Lasten rund 15 Grad Celsius kühler bleiben als herkömmliche Modelle. Dieser Temperaturunterschied bedeutet eine längere Lebensdauer der Geräte sowie weniger Probleme an den Anschlusspunkten unter realen Betriebsbedingungen.

Zukunftssicherung durch intelligente Überwachung und vorausschauende Wartung

SCADA-Integration, Temperatur- und Teilentladungsüberwachung für Transformatorenzuverlässigkeit

Wenn Transformatoren mit SCADA-Systemen verbunden werden, können Betreiber deren Leistung in Echtzeit direkt von einer zentralen Stelle aus über alle verstreuten Solaranlagen hinweg überwachen. In verschiedenen Komponenten wie Wicklungen und Kernen sowie bei ölgefüllten Einheiten auch innerhalb der Ölbehälter eingebaute Temperatursensoren erkennen ungewöhnliche Wärmemuster bereits lange bevor die Temperaturen gefährlich hoch werden. Ein weiteres wichtiges Werkzeug ist die Partialentladungsüberwachung (PD-Monitoring), die hochfrequente Stromspitzen erfasst, die auf erste Anzeichen von Isolationsproblemen hindeuten – ein Aspekt, den herkömmliche Prüfverfahren möglicherweise vollständig übersehen. Diese kombinierten Funktionen verändern die Wartungspraxis grundlegend: weg von strikt geplanten Routineinspektionen hin zu einer bedarfsorientierten Fehlerbehebung. Felduntersuchungen von Organisationen wie EPRI und NREL zeigen, dass dieser Ansatz unerwartete Abschaltungen um rund 40 Prozent reduziert. All diese Datenerfassung schafft eine Umgebung, in der Unternehmen die Lebensdauer ihrer Geräte besser prognostizieren, den Lagerbestand an Ersatzteilen effizienter verwalten und Investitionen strategisch planen können – so wird die Transformatorwartung nicht nur reaktiv, sondern vielmehr zu einem Beitrag zur nachhaltigen Steigerung der Systemzuverlässigkeit.

FAQ

Welche Bedeutung hat die DC-Überdimensionierung bei Solaranlagen?

Die DC-Überdimensionierung ermöglicht es Solaranlagen, Strahlungsspitzen zu bewältigen, die über die von Standardtests prognostizierten Werte hinausgehen, wodurch sichergestellt wird, dass Transformatoren vorübergehende Überlastungen ohne signifikante Effizienzverluste aufnehmen können.

Sind Trockentransformatoren für Dachinstallationen vorteilhafter als ölgefüllte Transformatoren?

Ja, Trockentransformatoren sind für Dachinstallationen oft besser geeignet, da sie nicht brennbar sind, eine höhere Sicherheit an Innenstandorten bieten und den aktuellen Brandschutzvorschriften entsprechen.

Wie können Netzbetreiber die Einhaltung der Netzvorschriften hinsichtlich von Harmonischen aus solarer Erzeugung sicherstellen?

Netzbetreiber können harmonieunterdrückende Transformatoren sowie Transformatoren mit einer spezifischen K-Faktor-Bewertung einsetzen, um Harmonische zu steuern und die Einhaltung der Netzvorschriften gemäß IEEE-Standards sicherzustellen.

Welche Rolle spielt die SCADA-Integration bei der Transformatorwartung?

SCADA-Systeme ermöglichen die Echtzeit-Überwachung der Leistung und helfen dabei, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, wodurch vorausschauende Wartung ermöglicht und unerwartete Ausfälle reduziert werden.