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Wie hoch ist die Anforderung an die Tragfähigkeit von Strommasten?

2026-02-07 13:50:25
Wie hoch ist die Anforderung an die Tragfähigkeit von Strommasten?

Wesentliche strukturelle Lasten auf Strommasten

Gravitationslasten: Leitergewicht, Befestigungselemente und Eigengewicht des Mastes

Die gravitativen oder ständigen Lasten auf Übertragungsmasten umfassen beispielsweise das Gewicht der Leiterseile, Isolatoren und verschiedener Hardware-Komponenten sowie das Eigengewicht des Mastes selbst. Diese konstanten nach unten gerichteten Kräfte machen in der Regel etwa 60 bis 70 Prozent dessen aus, was Ingenieure als normale Betriebslasten für diese Konstruktionen betrachten. Die genaue Ermittlung der tatsächlichen Gewichte und Materialeigenschaften während der Entwurfsphase ist von großer Bedeutung, da hier gemachte Fehler später zu Problemen führen können, wie beispielsweise einer schleichenden Verformung der Materialien, einer Setzung der Fundamente oder einer beschleunigten Abnutzung von Komponenten. Eine Unterschätzung dieser Grundgewichte durch die Planer verursacht insbesondere dann gravierende Probleme, wenn zusätzlich wetterbedingte Belastungen hinzukommen.

Seitliche Lasten: Winddruck, dynamische Böen und Wirbelablösungseffekte

Starke Winde üben einen erheblichen seitlichen Druck auf Türme und ihre Stützseile aus. Plötzliche Böen können unerwartete Druckspitzen erzeugen, und wenn der Wind an strukturellen Elementen vorbeiströmt, entsteht ein Phänomen namens Wirbelablösung. Dieses oszillierende Muster versetzt die Konstruktionen tatsächlich in Schwingungen mit ihren Eigenfrequenzen, was im Laufe der Zeit zu Rissbildung infolge wiederholter Spannungszyklen führt. Gemäß den in ASCE 7-22 festgelegten Normen muss jede Konstruktion, die in windanfälligen Gebieten errichtet wird, sogenannte Sturmbedingungen mit einer Wiederkehrperiode von 50 Jahren bewältigen können. Die diagonale Aussteifung ist nicht bloß eine zusätzliche, „zur Sicherheit“ eingebaute Komponente – sie ist für eine ordnungsgemäße Lastverteilung zwingend erforderlich. Ohne diese diagonalen Aussteifungen werden unkontrollierte Windkräfte die Verbindungen deutlich schneller verschleißen und letztlich die gesamte Stabilität der Konstruktion untergraben.

Umweltbedingte Verstärkung: Eisakkumulation und deren nichtlineare Lastverstärkung

Wenn sich Eis auf Stromleitungen ansammelt, verwandeln sich normale Schwerkraftkräfte und der Winddruck in ernsthafte Probleme, deren Berechnung nicht unmittelbar ersichtlich ist. Bereits eine Eisschicht von nur einem Zentimeter um einen Leiter herum erhöht dessen Gewicht um rund 15 Kilogramm pro Meter und vergrößert die vom Wind getroffene Oberfläche um etwa 30 Prozent. Diese Kombination kann die mechanische Belastung, der die Leitung unter bestimmten Wintersturmbedingungen ausgesetzt ist, tatsächlich verdreifachen. Noch problematischer wird die Situation, wenn sich das Eis ungleichmäßig an verschiedenen Stellen der Leitung bildet: Dadurch entstehen Verdrehkräfte und Biegespannungen, denen die meisten Standardkonstruktionen schlicht nicht standhalten können. Die jüngsten Klimaprognosen der NOAA zeigen zudem, dass wir bis zum Jahr 2040 wahrscheinlich eine um 30 Prozent höhere Häufigkeit schwerer Eisstürme und Hurrikans der Kategorie 4 erleben werden. Angesichts dieser Trends müssen Ingenieure aufhören, regionale Sicherheitsfaktoren als optionale Zusatzmerkmale zu betrachten, und sie stattdessen direkt in ihre Konstruktionsentwürfe integrieren – wollen wir erreichen, dass unsere elektrischen Netze auch bei zunehmend extremen Wetterereignissen zuverlässig bleiben.

Sicherheitsabstände und gesetzliche Tragfähigkeitsstandards für Strommasten

Anforderungen nach ASCE 7-22 und NESC 2023: 1,5× bis 2,5× Nennlastfaktoren

Die Norm ASCE 7-22 sowie die neueren Vorschriften der NESC 2023 legen erforderliche Sicherheitsabstände fest, die Unsicherheiten bei der Modellierung, Schwankungen bei den Materialien und unvermeidliche Bauzulässigkeiten berücksichtigen. Gemäß diesen Regelwerken müssen Ingenieure Lastkombinationen je nach Situation mit unterschiedlichen Faktoren multiplizieren. Übliche ständige und veränderliche Lasten werden etwa mit dem Faktor 1,5 multipliziert, während extreme Szenarien mit Wind- und Eislasten Verstärkungsfaktoren bis zu 2,5 erfordern. Zu besonders wichtigen Auslegungssituationen zählen beispielsweise die Berechnung des maximalen Winddrucks auf Leiter, die Ermittlung des Eisansatzes gemäß Tabelle 250-1 der NESC für bestimmte Zonen sowie die Berücksichtigung kombinierter Gravitationskräfte, wenn mehrere extreme Bedingungen gleichzeitig eintreten. Als Beispiel seien Gittermasten genannt: Ein Mast, der für eine normale Leiterzugkraft von 200 kN ausgelegt ist, muss tatsächlich Lasten zwischen 300 und 500 kN aushalten, sobald alle Sicherheitsfaktoren angewandt werden. Diese eingebaute Redundanz trägt dazu bei, die strukturelle Integrität sicherzustellen, ohne die Kosten für die meisten Projekte unangemessen in die Höhe zu treiben.

Debatte zur Klimaresilienz: Neubewertung der minimalen Sicherheitsabstände angesichts zunehmender Wind-/Ereignisse

Wir beobachten in letzter Zeit häufiger und intensivere kombinierte Wetterereignisse, insbesondere solche, bei denen Wind und Eis gemeinsam auftreten. Die alten Sicherheitsfaktoren reichen einfach nicht mehr aus. Diese traditionellen Multiplikatoren mit dem Faktor 1,5 erfassen völlig unzureichend, wie sich die Situation außer Kontrolle gerät, sobald selbst dünne Eisschichten auf starke Winde treffen. Tatsächlich wurden in einigen Fällen Lastmessungen registriert, die um mehr als das Dreifache über den erwarteten Werten lagen. Organisationen wie das Edison Electric Institute sowie die Fachleute für Netzzuverlässigkeit des NIST fordern neue Multiplikatoren, die klimabedingte Anfälligkeiten berücksichtigen. Sie möchten diese Änderungen insbesondere in Regionen mit erhöhtem Risiko umsetzen – etwa in Gebieten wie dem Eisgürtel des Mittleren Westens oder an der Golfküste, wo Hurrikane regelmäßig auftreten. Es sind Pläne im Gange, die ASCE-7-Normen durch die Einbeziehung lokaler Klimadaten zu aktualisieren, sodass dort Mindestanforderungen festgelegt werden können, die um mehr als das Zweifache über den derzeitigen Werten liegen, wo historische Daten auf zunehmende Gefahren hinweisen. Dieser Ansatz versucht, den optimalen Kompromiss zwischen einer wirtschaftlichen Mittelverwendung und einer tatsächlichen Reduzierung bekannter Risiken zu finden.

Tragfähigkeit bei extremen und asymmetrischen Ausfallszenarien

Leiterbruch: Plötzliche Entlastung und asymmetrische Spannungsumverteilung

Wenn Leiter aufgrund von Faktoren wie metallischer Ermüdung, galoppierenden Schwingungen oder Beschädigungen durch schwere Stürme versagen, führt dies zu plötzlichen Zugkraftverlusten im System. Diese Verluste erzeugen Ungleichgewichte, die sich auf benachbarte Felder und Stütztürme übertragen. Was geschieht dann? Die zusätzliche Belastung kann strukturelle Probleme verursachen, beispielsweise Knicken in Druckteilen oder das Überschreiten der Bruchlast von Verankerungsbolzen. Ingenieure bauen Türme heute mit speziellen Merkmalen, die ihnen helfen, solche unvorhergesehenen Kräfte besser zu bewältigen. Sie nutzen fortschrittliche Methoden zur Analyse der Lastweiterleitung innerhalb der Strukturen und integrieren Sicherungssysteme, sodass die Gesamtstabilität auch bei Ausfall eines Leiters gewährleistet bleibt. Feldtests zufolge haben Türme, die gemäß den neuesten NESC-Anhang-B-Standards für dynamische Belastung errichtet wurden, Kettenreaktionsausfälle im Vergleich zu älteren statischen Konstruktionsansätzen um rund zwei Drittel reduziert.

Ungleichmäßige Eisbelastung: Torsion, Biegung und Risiko eines fortschreitenden Einsturzes infolge von Asymmetrie

Wenn sich Eis ungleichmäßig auf einem Mast oder einer Leiteranordnung ansammelt, entstehen Verdrehkräfte und exzentrische Biegungen, die weit über das hinausgehen, was bei Standardkonstruktionen berücksichtigt wird. Diese Art von Ungleichgewicht ist tatsächlich für die Mehrheit der schleichenden Einstürze älterer Infrastruktursysteme verantwortlich, insbesondere dann, wenn metallische Komponenten im Laufe der Zeit korrodiert sind oder zuvor erlittene Schäden kritische Verbindungspunkte geschwächt haben. Um dieses Problem zu beheben, müssen Ingenieure sich nicht nur auf die Festigkeit der verwendeten Materialien konzentrieren, sondern auch auf deren Fähigkeit, sich ohne Bruch zu verformen und Verdrehkräften standzuhalten. Die Realität liefert zudem wertvolle Hinweise – betrachten wir etwa das große Winterereignis in Texas im Jahr 2021: Masten mit geeigneter diagonalen Aussteifung an allen Seiten und aus Stahl gefertigt, der sich dehnen statt brechen kann, blieben selbst bei einer Eisschicht von über zwei Zentimetern auf der windzugewandten Seite ihrer Leiter vollständig stabil.

Strukturelle Verstärkung und Fundamentgestaltung für optimale Lastaufnahmeleistung von Masten

Aussteifungssysteme: Diagonale Effizienz bei der Widerstandsfähigkeit gegen Beulen, Verdrehung und Seitwärtsverformung

Die diagonale Aussteifung nutzt Dreiecke, um seitliche Kräfte und Verdrehbewegungen in Längskräfte umzuwandeln, wodurch die Werkstoffe effizienter genutzt werden und übermäßiges Durchbiegen vermieden wird. Bei Druckstäben verhindert eine sorgfältige Anordnung der Winkel ein Knicken unter Last, indem einfach die wirksame Länge verkürzt wird. Um Verdrehungen infolge von Wind oder ungleichmäßiger Vereisung entgegenzuwirken, installieren Ingenieure häufig Kreuzaussteifungen im rechten Winkel, die stabile Rahmenkonstruktionen erzeugen, die einer Rotation standhalten können. Die tatsächlichen Winkel, unter denen diese Aussteifungen angeordnet werden, müssen sorgfältig berechnet werden, damit sie Gebäude während Bewegungen stabil halten, gleichzeitig aber die normale Ausdehnung bei Temperaturänderungen zulassen. In Fachzeitschriften veröffentlichte Studien zeigen, dass hochwertige Aussteifungssysteme die Tragfähigkeit im Vergleich zu Gebäuden ohne derartige Aussteifung um rund 40 Prozent steigern können. Diese Art der Verstärkung zählt nach wie vor zu den wirtschaftlichsten Lösungen – egal ob bei Neubauten oder bei der Modernisierung bestehender Strukturen.

Fundamentlösungen: Bohrpfähle vs. Einzelfundamente für Kipp- und Bodentragfähigkeitsanforderungen

Die Art des verwendeten Fundaments bestimmt, ob ein Turm Kräften wie Umkippen, Heben und ungleichmäßiger Setzung standhalten kann. Bohrpfähle, auch als Kastenpfähle bezeichnet, reichen etwa 15 bis 30 Meter tief in tragfähige Bodenschichten hinein. Sie eignen sich besonders gut für zusammenhängende Böden und windreiche Gebiete, da sie sowohl die Reibung entlang ihrer Seitenflächen als auch die Tragfähigkeit an der Pfahlspitze nutzen. Sie bieten eine bessere Widerstandsfähigkeit gegen Heben oder Umkippen und benötigen insgesamt weniger Beton als andere Fundamentvarianten. Flachfundamente funktionieren dagegen anders: Sie erfordern eine breite Grundfläche, die üblicherweise vier- bis achtmal größer ist als die eigentliche Turmbasis. Sie zeigen ihre beste Leistung in verdichteten sandigen oder kiesigen Böden, bei denen der Untergrund erhebliche Lasten tragen kann, ohne einzusinken. Der Nachteil? Um bei Erdbeben oder bei nassen Böden dieselbe Stabilität wie Bohrpfähle zu erreichen, benötigen Flachfundamente etwa 60 Prozent mehr Beton. Bevor jedoch Entscheidungen getroffen werden, ist es unbedingt erforderlich, detaillierte Informationen über die tatsächlichen geologischen Verhältnisse unter der Oberfläche durch geeignete geotechnische Untersuchungen zu erhalten. Die Auswahl von Fundamenten anhand von pauschalen Regeln statt anhand der konkreten Standortverhältnisse führt in der Praxis zu den meisten Problemen mit versagenden Türmen.

FAQ

Was sind gravitative Lasten auf Strommasten?

Gravitative Lasten umfassen das Gewicht der Leiter, Isolatoren, Befestigungselemente sowie des Mastes selbst und machen etwa 60 bis 70 Prozent der normalen Betriebslasten aus.

Warum ist die Berücksichtigung von seitlichen Lasten bei der Mastkonstruktion wichtig?

Seitliche Lasten durch Wind können dazu führen, dass sich Bauwerke im Laufe der Zeit vibrieren und Risse bilden. Querverstrebungen helfen dabei, diese Kräfte zu verteilen und so die Stabilität zu gewährleisten.

Wie wirkt sich Eisbildung auf Strommasten aus?

Eisbildung erhöht das Gewicht und die Oberfläche, wodurch die mechanische Belastung während Stürmen verstärkt wird und möglicherweise zu stärkerem Verdrehen und Durchbiegen führt.

Welche Sicherheitsstandards gelten für Strommasten?

ASCE 7-22 und NESC 2023 legen Lastfaktoren von 1,5 bis 2,5 fest, um Unsicherheiten sowie extreme Bedingungen wie Wind und Eis zu berücksichtigen.